»nobody«

Die Arbeit »nobody« entstand innerhalb der Serie »Steine, Gorillas und Zeichen«.
Diese malte und kalligrafierte ich von April bis Juni 2017 auf einer 12m langen Rolle aus Reispapier.
Jeden Tag entstand im Wechsel ein Motiv immer des gleichen Gorilla-Paares in Verbindung mit einem Stein, eine kalligrafische Übung, oder die Kopie einer alten chinesischen Inschrift.
Für die Ausstellung im Weltraum Basel malte ich zwei Bilder. Auf beiden Bildern befinden sich die Gorillas in einem Raum ohne Verortung, nur sich selbst haltend, als schwebten sie im Weltraum.

Zuerst sind hier Fotos von der Eröffnung und Ausstellungsansichten im Weltraum am 15. Juni 2017 zu sehen.

Unter diesen Ausschnitte aus der Arbeit »Steine, Gorillas und Zeichen«.

DAS ESSZIMMER goes Weltraum

In der zweiten Auflage des 2016 erfolgreich initiierten Kunst-Events agieren die Kunstschaffenden von 2016 als Kuratorinnen und Kuratoren und präsentieren 35 internationale Künstlerinnen und Künstler als Ausdruck ihrer Auseinandersetzung mit dem eigenen Schaffen und der sich daraus entwickelnden Sicht auf Kunst. Parallel zur Art Basel wird der Weltraum zur Plattform für Austausch, Diskussion, Netzwerkpflege und Begegnung abseits der eingespielten Kunstpfade und -rituale für alle…
(Text: DAS ESSZIMMER)

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Fotos von der Eröffnung und Ausstellungsansichten


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Steine, Gorillas und Zeichen (2017/2018)

Ich benutze Reispapierrollen um eine Serie, und innerhalb dieser den Begriff »Unendlichkeit«, nicht nur thematisch, sondern auch formal darzustellen. Auf der hier gezeigten Rolle verbinde ich jeweils kalligrafische Übungen, teils als konkreter Text einer Kalligrafie, mit den Motiven Steine und Gorillas.

Ich kenne den Inhalt des Textes, den ich schreibe, nicht und ich weiß wenig über die chinesischen Schriftzeichen. Ebenso wenig weiß ich über die großen Steine, die am Strand, im Fundament der Lietzenburg, auf deren Gelände, im Erdreich der Insel liegen. Für mich sind sie uralt, doch erdgeschichtlich sind sie jung. Die letzte Eiszeit brachte sie hierher. Die Gorillas existieren seit ca. 7 Mio Jahren. Unfassbar lange schon hocken sie fast unverändert in ihren Grasnestern. Die chinesischen Schriftzeichen sind ca. 3000 Jahre alt. Zeichen und Motive verbindet, dass ihre Existenz in Jahren für mich außerhalb des Fassbaren liegt. Sie sind schon "ewig" da. Ich kann sie freundschaftlich betrachten, aber sie bleiben mir fremd.
Auf den zwischen 12 bis 20m langen Bändern entwickeln sie heute ihr eigenes Gespräch.

Ellen Luise Weise - oder was kommt - Gorillas und Stein
Ellen Luise Weise - oder was kommt - Kalligrafieübungen
Ellen Luise Weise - oder was kommt - Gorillas und Stein
Ellen Luise Weise - oder was kommt - Kalligrafieübungen
Ellen Luise Weise - oder was kommt - Gorillas und Stein
Ellen Luise Weise - oder was kommt - Kalligrafieübungen

 

Chinesische Tusche, Reispapierrolle (Ausschnitt) | 0,45 x 20 m | 2017

 


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